Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 13. August 2026 · Version 1.0

Hinweis B2B-only. HandwerkerHub richtet sich ausschließlich an Gewerbetreibende (Unternehmer im Sinne des § 14 BGB), nicht an Verbraucher. Die Registrierung erfordert die ausdrückliche Bestätigung, dass die Nutzung ausschließlich zu gewerblichen Zwecken erfolgt.

Diese AGB regeln die Nutzung von HandwerkerHub ab dem Zeitpunkt der allgemeinen Verfügbarkeit. Solange sich das Produkt im Warteliste-/Vorbereitungsbetrieb befindet, kommt noch kein kostenpflichtiger Vertrag zustande.

Vertragspartner

JS-IT — Sebastian Janitzek (Einzelunternehmen, im Folgenden „Anbieter")
Dreiländerstr. 52
85049 Ingolstadt
USt-IdNr. DE252661406

Geltung

Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden über die Nutzung der Plattform. Sie werden mit der Registrierung bzw. der Buchung eines Plans Vertragsbestandteil. Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter hat ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt. Dies gilt auch, wenn der Anbieter die Leistung in Kenntnis entgegenstehender Bedingungen vorbehaltlos erbringt.

Vertragsgegenstand

Software-as-a-Service für Handwerks- und Gewerbebetriebe: digitale Zeiterfassung (inkl. Kiosk-/Stempeluhr-Modus), Urlaubs- und Krankmeldungsverwaltung, Angebots- und Rechnungswesen, Projekt-, Material- und Werkzeugverwaltung, Bautagebuch, DATEV-Export sowie E-Rechnung (ZUGFeRD/XRechnung). Der Anbieter stellt die Plattform über das Internet bereit; der Kunde nutzt sie über Web-Browser und mobile Apps. Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Plan und den aktivierten Zusatzmodulen.

Nutzungsrecht

Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, die Software im vertraglich vereinbarten Umfang zu eigenen internen Geschäftszwecken zu nutzen. Alle Rechte an der Software, insbesondere Urheber-, Marken- und sonstige Schutzrechte, verbleiben beim Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern. Der Kunde erhält an den von ihm eingestellten Inhalten und Daten keine Rechte durch den Anbieter; diese verbleiben beim Kunden.

Vertragslaufzeit

Monatliche Abrechnung: Die Laufzeit beträgt einen Monat. Eine Kündigung ist jederzeit zum Ende des laufenden Monats möglich. Es besteht keine Mindestvertragsdauer.

Jährliche Abrechnung: Die Laufzeit beträgt zwölf Monate. Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern nicht spätestens einen Monat vor Ablauf gekündigt wird. Im Gegenzug wird ein Rabatt von ca. 17 % („2 Monate gratis") gewährt. Eine anteilige Rückerstattung bei vorzeitiger Kündigung ist grundsätzlich ausgeschlossen; dies gilt nicht bei einer außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund, den der Anbieter zu vertreten hat.

Preise und Umsatzsteuer

Die Preise setzen sich aus einem Basis-Betrag pro Plan und einem Betrag pro aktivem Mitarbeiter und Monat zusammen; die jeweils geltenden Preise sind auf unserer Website ausgewiesen. Bei jährlicher Abrechnung wird der gesamte Jahresbetrag im Voraus eingezogen. Alle Preise verstehen sich netto zzgl. der jeweils gesetzlich geltenden Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer wird bei der Abrechnung über Stripe automatisiert ermittelt (Stripe Tax): Für Geschäftskunden innerhalb der EU mit gültiger USt-IdNr. kommt das Reverse-Charge-Verfahren zur Anwendung; für Drittländer gilt ggf. ein Steuersatz von 0 %. Zahlungen erfolgen über den Zahlungsdienstleister Stripe (Lastschrift, Kreditkarte).

Plan-Wechsel und Mitarbeiter-Änderungen: Bei einem Plan-Wechsel innerhalb der Periode wird die Differenz anteilig (Pro-Rata) berechnet. Bei Hinzufügung weiterer Mitarbeiter erfolgt eine anteilige Berechnung bis Periodenende; bei Entfernung wird der Differenz-Betrag als Guthaben auf die nächste Periode angerechnet.

Aufrechnung und Zurückbehaltung

Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht kann er nur ausüben, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht.

Zahlungsverzug

Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, nach vorheriger Ankündigung und Fristsetzung den Zugang zur Plattform bis zum vollständigen Ausgleich zu sperren. Die Pflicht zur Zahlung der vereinbarten Vergütung bleibt hiervon unberührt. Gesetzliche Verzugsansprüche bleiben vorbehalten.

Kostenlose Testphase

Neue Kunden erhalten einen kostenlosen Testzugang gemäß dem jeweils auf der Website angegebenen Umfang. Nach Ablauf der Testphase ist die aktive Buchung eines kostenpflichtigen Plans erforderlich, andernfalls wird der Zugang auf einen eingeschränkten bzw. kostenlosen Funktionsumfang zurückgestuft.

Kündigung

Die Kündigung ist jederzeit in den Konto-Einstellungen möglich. Zusätzlich stellen wir freiwillig als Erleichterung — in Anlehnung an § 312k BGB, der unmittelbar nur für Verbraucherverträge gilt — einen eindeutig beschrifteten Kündigungsbutton bereit, der eine Bestätigungsseite mit allen Pflichtangaben (Vertragspartner, Kündigungstermin, Bestätigung) anzeigt. Der Kunde kann seine Daten vor Vertragsende jederzeit exportieren.

Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden für 30 Tage einen Datenexport zur Verfügung; danach werden die Kundendaten gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, aufbewahrungspflichtige Unterlagen (insb. Rechnungen, GoBD, 10 Jahre) rechtzeitig zu exportieren und eigenständig aufzubewahren.

Datenschutz und Datensicherheit

Server-Standort Deutschland (Hetzner, Falkenstein). Der Anbieter verarbeitet die vom Kunden eingestellten personenbezogenen Daten — insbesondere Mitarbeiter- und Kundendaten — als Auftragsverarbeiter des Kunden; ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV nach Art. 28 DSGVO) wird beim Onboarding geschlossen. Der Anbieter trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO. Die Plattform ermöglicht auch die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten (z. B. Krankmeldungen, Art. 9 DSGVO) sowie — bei aktivierten Standortfunktionen — von Standortdaten; die datenschutzkonforme Nutzung und die erforderlichen Rechtsgrundlagen hierfür liegen in der Verantwortung des Kunden. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung. Die Datenschutzerklärung auf dieser Website beschreibt die Verarbeitung im Zusammenhang mit dem Website-Besuch; die Verarbeitung der vom Kunden in der Anwendung eingestellten personenbezogenen Daten regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO), der beim Onboarding geschlossen wird.

Verfügbarkeit

Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel an. Geplante Wartungsfenster werden nach Möglichkeit mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt.

Pflichten des Kunden

Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und ist für die über sein Konto gespeicherten Inhalte selbst verantwortlich. Er stellt sicher, dass für die Verarbeitung der Daten seiner Mitarbeiter die erforderlichen Rechtsgrundlagen bestehen (z. B. § 26 BDSG, Einwilligungen, Betriebsvereinbarungen) und dass etwaige Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats (§ 87 BetrVG) — insbesondere beim Einsatz von Standort-/GPS-Funktionen oder des Kiosk-Foto-Beweises — beachtet werden. Der Anbieter stellt hierfür lediglich das technische Werkzeug bereit.

Werkzeug, keine Rechts-, Steuer- oder Buchhaltungsberatung

HandwerkerHub ist ein Software-Werkzeug und keine Rechts-, Steuer-, Buchhaltungs- oder Arbeitsschutzberatung. Funktionen wie die ArbZG-Auswertung, der DATEV-Export, die Rechnungs- und E-Rechnungserstellung, Vorlagen sowie Vorschläge dienen der Unterstützung und beruhen auf allgemeinen gesetzlichen bzw. tariflichen Vorgaben. Der Anbieter stellt die technische Funktionsfähigkeit dieser Funktionen im vertraglich vereinbarten Umfang bereit, übernimmt jedoch keine Gewähr für die rechtlich-fachliche Bewertung, Vollständigkeit oder Eignung der Ergebnisse, Dokumente und Vorlagen im konkreten Einzelfall und sichert weder die Erfüllung gesetzlicher Pflichten des Kunden (z. B. GoBD, ArbZG, DSGVO) noch eine „Compliance-Garantie" zu. Die fachliche Prüfung und Freigabe (z. B. durch Steuerberater, Lohnbüro, Fachkraft für Arbeitssicherheit) sowie die Einhaltung steuerlicher Aufbewahrungspflichten obliegen dem Kunden.

Verfügbarkeit der Leistung und Mängel

Der Anbieter überlässt die Software für die Vertragsdauer in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand. Der Kunde zeigt Mängel unverzüglich in Textform an. Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), wird ausgeschlossen; im Übrigen gelten die gesetzlichen Regelungen des Mietrechts mit den Maßgaben dieser AGB. Unerhebliche Beeinträchtigungen der Tauglichkeit gelten nicht als Mangel. Der Anbieter ist berechtigt, die Software fortlaufend weiterzuentwickeln und Funktionen anzupassen, solange der vertraglich geschuldete Kernnutzen erhalten bleibt.

Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf; in diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

Im Übrigen ist die Haftung — insbesondere für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden — bei einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die Haftung für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) bleibt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt und wird durch die nachfolgende Betragsgrenze nicht unter diesen Betrag herabgesetzt. Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung des Anbieters bei einfacher Fahrlässigkeit der Höhe nach begrenzt auf den höheren der beiden folgenden Beträge: (a) die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlte Vergütung oder (b) 1.000 EUR je Schadensfall. Diese Betragsgrenze gilt nicht bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei Kardinalpflichtverletzungen im Umfang des vorhersehbaren Schadens sowie im Rahmen der Produkthaftung. Der Kunde ist für regelmäßige eigene Datensicherungen (Export) im Rahmen des Zumutbaren mitverantwortlich; bei Datenverlust ist die Haftung des Anbieters auf den Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden angefallen wäre. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung durch Änderungen der Rechtslage, der höchstrichterlichen Rechtsprechung, technische Weiterentwicklungen oder eine Erweiterung des Leistungsangebots veranlasst ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Von der Zustimmungsfiktion ausgenommen sind Änderungen der vereinbarten Hauptleistungen sowie Preiserhöhungen; diese bedürfen einer ausdrücklichen Vereinbarung. Sonstige Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen ab Zugang, gelten diese Änderungen als angenommen; auf die Bedeutung des Schweigens wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Kunde, kann jede Partei den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung ordentlich kündigen; bis dahin gelten die bisherigen Bedingungen fort.

Preisanpassungen erfolgen separat: Der Anbieter kann Preise zum Beginn einer neuen Vertragsperiode mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen anpassen; der Kunde kann in diesem Fall zum Wirksamwerden der Preisänderung kündigen.

Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gerichtsstand ist Ingolstadt, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

Schlussbestimmung

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle unwirksamer Bestimmungen tritt die gesetzliche Regelung (§ 306 Abs. 2 BGB).